Langzeit EKG

Das EKG gilt als die grundlegendste Funktionsdiagnostik und ist damit auch Bestandteil der Basisdiagnostik. Die Vorteile des EKG liegen in der einfachen und schnellen Durchführbarkeit. Sie dient heute noch als wichtigstes Instrument in der Notfallmedizin. Es dient nach wie vor zur Diagnose eines akuten Herzinfarktes und ist daher als erste Diagnostik innerhalb von 10 Minuten bei akutem Brustschmerz und im Rahmen anderer lebensbedrohlicher Notfälle zu erheben.

Es wird aber auch routinemäßig bei jeder stationären und ambulanten Behandlung durchgeführt. Im routinemäßigen Einsatz dient das durchgeführte EKG bei bereits bestehenden Veränderungen und auch bei Veränderungen im Vergleich zu vorangegangenen Untersuchungen eine weiterführende Diagnostik wie bspw. einen Herzultraschall zu initiieren.

Das Langzeit-EKG meist über 24h abgeleitet dient der kontinuierlichen Aufzeichnung des Herzrhythmus und der Herzfrequenz mit anschließender Analysemöglichkeit auf spezifische Herzrhythmusstörungen. Hieraus können spezielle Herzerkrankungen mit geschilderten Symptomen, wie z.B. Herzrasen bei Vorhofflimmern erstmalig detektiert bzw. auch zur Therapieüberprüfung bspw. nach einer Verödung am Herzen (sog. Ablation) oder medikamentöser Einstellung der Herzfrequenz herangezogen werden.

Für selten auftretende Herzrhythmusstörungen und zur langfristigen Herzrhythmusdokumentation existieren mittlerweile neben externen Eventrecorder, welche für 2-4 Wochen getragen werden auch kleine, unter die Haut implantierbare EKGs mit Speicherfunktion sog. Eventrecorder.

Teilweise ist es heut zu Tage aber auch möglich eine sog Smart-Watch mit EKG Funktion für bestimmte Formen der Herzrhythmusstörungen zu verwenden. Diesbezüglich können wir sie gerne beraten, wann welches Gerät verwendet werden sollte.